"Pokémon Go" und "Candy Crush Saga" schädlich für Jugendliche?

Die Stiftung Warentest und Jugendschutz.net haben 50 populäre Gaming-Apps für iOS und Android unter die Lupe genommen und auf ihre Jugend- beziehungsweise Kinder-Tauglichkeit getestet. Das Ergebnis fällt ernüchternd bis erschreckend aus: Erfolgs-Programme wie "Candy Crush Saga" oder selbst Nintendos "Pokémon Go" werden in Hinblick auf Jugendschutz-Richtlinien als "inakzeptabel" eingestuft, "Clash Royale" als "bedenklich". Von den 50 getesteten Apps wurde keine als "unbedenklich" bezeichnet, allein "LEGO Ninjago: Schatten des Ronin" bietet laut den Testern einen angemessenen Schutz für Kinder - dafür wurden allerdings Geschäftsbedingungen und Datenschutz der App kritisiert. Der Vorwurf: Das Geschäftsmodell der meist nach dem Free-to-play-Prinzip vermarkteten Programme wäre für Minderjährige nicht transparent genug.

Etwas anders sieht das naturgemäß der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware: Während Jugendschützer In-App-Käufe und die damit verbundenen potenziellen Sucht-Mechanismen harsch kritisieren, hält BIU-Chef Felix Falk das Modell "Free to play" für "äußerst kundenfreundlich". Immerhin sei es jedem Spieler selber überlassen, wie viel er investiert, nachdem er den kostenlosen Spiele-Client installiert hat. Außerdem sähe er Kinder und Jugendliche nicht übermäßig gefährdet, weil die getesteten Apps überwiegend von Erwachsenen konsumiert würden.

Robert Bannert

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